Cécile Cabanis trat am 1. Februar 2025 als Chief Financial Officer bei LVMH an. Zuvor war sie langjährig bei Danone tätig, wo sie verschiedene Finanzfunktionen innehatte — darunter Corporate Finance Director, M&A Director, CFO der Frischprodukte-Division und schließlich Konzern-CFO. Unmittelbar vor ihrem Wechsel zu LVMH war sie Deputy CEO bei Tikehau Capital. Sie ist Mitglied des LVMH Executive Committee.
Louis Vuitton gewann einen Markenrechtsstreit gegen die chinesische Teekette Molly Tea – und verlor China. Ein kultureller Boykott ließ die Modesparte von LVMH im dritten Quartal 5 Prozent einbrechen und reißt den Konzern zurück in negative Territory, aus der er gerade erst entkommen war.
LVMH meldet für H1 2026 organisches Wachstum von +3% im zweiten Quartal — und verkauft gleichzeitig Marken im Wert von mehreren Milliarden. Der Widerspruch ist kein Zufall, sondern Strategie.
Die Familie Arnault hält seit Februar 2026 die Kapitalmehrheit an LVMH — und verlängerte das Mandat von Bernard Arnault bis zum 85. Lebensjahr. Institutionelle Investoren fordern öffentlich Nachfolgeklarheit. H1-Zahlen am 27. Juli 2026 sind der nächste Test.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten verkauft LVMH eine Marke statt eine zu kaufen. Marc Jacobs geht für 850 Millionen Dollar an einen Brand-Manager und einen US-Apparel-Konzern – nicht an einen Luxus-Konkurrenten. Das Signal an Investoren mit MSCI-Europe-Exposure: Arnault traut der eigenen Skalenlogik nicht mehr.
LVMHs Aktie verlor im ersten Quartal 2026 mehr als in der Finanzkrise 2008 — und CEO Bernard Arnault steht nun vor einer strategischen Entscheidung, die den MSCI World direkt betrifft: Verlagerung der Produktion in die USA oder Wette auf einen EU-US-Handelsdeal.
Bernard Arnault reist am 11. Mai erstmals seit drei Jahren nach Seoul — und besichtigt dort den weltgrößten Louis-Vuitton-Store. Hinter dem Besuch steckt eine klare Botschaft: Korea soll die Wachstumslücke füllen, die eine LVMH-Aktie mit dem schlechtesten Jahresstart ihrer Geschichte hinterlassen hat.
LVMH meldet für Q1 2026 einen Umsatzrückgang von sechs Prozent auf 19,1 Milliarden Euro — organisch bleibt nur ein Prozent Plus. Gleichzeitig investiert Bernard Arnault persönlich hunderte Millionen in eigene Aktien, während US-Zölle, der Nahost-Krieg und ein schwächelndes Modegeschäft den Konzern von drei Seiten unter Druck setzen.