Pietro Beccari übernahm seit Januar 2026 als Chairman und CEO der LVMH Fashion Group die Leitung der wichtigsten Modehäuser des Konzerns, darunter Louis Vuitton, Christian Dior, Celine und Loewe, und behält gleichzeitig den Vorsitz bei Louis Vuitton. Zuvor war er seit 2023 alleiniger CEO von Louis Vuitton, nachdem er diese Rolle von Nicolas Ghesquière übernommen hatte. Davor leitete er als CEO Christian Dior Couture (2018–2023) und war davor Managing Director von Fendi. Beccari gilt als einer der erfahrensten Markenmanager im Konzern.
Louis Vuitton gewann einen Markenrechtsstreit gegen die chinesische Teekette Molly Tea – und verlor China. Ein kultureller Boykott ließ die Modesparte von LVMH im dritten Quartal 5 Prozent einbrechen und reißt den Konzern zurück in negative Territory, aus der er gerade erst entkommen war.
LVMH meldet für H1 2026 organisches Wachstum von +3% im zweiten Quartal — und verkauft gleichzeitig Marken im Wert von mehreren Milliarden. Der Widerspruch ist kein Zufall, sondern Strategie.
Die Familie Arnault hält seit Februar 2026 die Kapitalmehrheit an LVMH — und verlängerte das Mandat von Bernard Arnault bis zum 85. Lebensjahr. Institutionelle Investoren fordern öffentlich Nachfolgeklarheit. H1-Zahlen am 27. Juli 2026 sind der nächste Test.