Wang Chuanfu (geb. 1966 in Anhui) studierte Metallurgie an der Central South Industrial University und erwarb einen Master-Abschluss am Beijing Non-Ferrous Research Institute. Nach einer frühen Karriere als Leiter eines staatlichen Batterie-Forschungsunternehmens gründete er BYD 1994/95 mit einem Darlehen seines Cousins als reinen Batteriehersteller. Unter seiner Führung wuchs BYD zum weltgrößten Produzenten von Plug-in-Elektrofahrzeugen (2025: 4,6 Mio. verkaufte NEVs) und zur größten Batteriemarke Chinas. Charlie Munger bezeichnete ihn als 'Genie' und 'Workaholic'; Warren Buffetts Berkshire Hathaway hielt von 2008 bis 2025 eine Beteiligung. Wang ist seit 2008 Chairman und gleichzeitig CEO.
Die EU schließt den PHEV-Zollkanal, mit dem BYD 2025 seinen Europa-Boom befeuerte — und der chinesische Autobauer sucht fieberhaft eine Brownfield-Fabrik in Spanien oder Frankreich. Für MSCI-EM-Investoren ist das mehr als eine Standortfrage.
BYD bricht im Juni erstmals die 400.000-Verkäufe-Grenze — doch 43 Prozent davon kommen aus dem Ausland. Im Inland, dem eigentlichen Kernmarkt, fällt der Absatz seit Monaten. Für MSCI-China-Investoren stellt sich eine unbequeme Frage: Haben sie die richtige Version von BYD im Portfolio?
BYD lieferte im April 135.098 Einheiten ins Ausland — ein Allzeithoch und plus 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig meldete der Konzern den ersten Gewinnrückgang seit 2021. CEO Wang Chuanfu spricht von einer brutalen Knockout-Phase im chinesischen EV-Markt.