Dr. Zhao Haijun studierte an der Tsinghua University und erwarb einen MBA an der University of Chicago. Er kam 2010 zu SMIC, bekleidete mehrere COO-Rollen und wurde im Mai 2017 zum Co-Chief Executive Officer ernannt. Als operativer Kopf des Unternehmens verantwortet er Produktion, Kapazitätsausbau und Kundenstrategie; er ist das Gesicht von SMIC gegenüber Investoren auf den Quartals-Earnings-Calls.
Chinas größter Chipfertiger überrascht im zweiten Quartal 2026 mit einem Umsatzrekord von 3 Milliarden Dollar und einer Gewinnexplosion. Der Treiber ist kein KI-Chip — sondern die unscheinbare Machtübernahme im Segment der Reifprozess-Bauteile.
SMIC meldet für Q2 2026 einen Gewinnsprung von 262 Prozent und erstmals mehr als drei Milliarden Dollar Quartalsumsatz – getrieben von explodierender KI-Chip-Nachfrage. Gleichzeitig bringt der US-Kongress den MATCH Act ein, der SMICs DUV-Lithografiemaschinen ins Visier nimmt: die einzige Technologie, mit der China noch fortschrittliche Chips herstellen kann.
Während internationale Anleger über Monate Milliarden aus China-ETFs abzogen, hat Pekings Halbleiterfonds seinen Anteil an SMIC fast verdoppelt und pumpt 7,78 Milliarden Dollar frisches Kapital in die fortschrittliche Fertigung. Für MSCI-China-Investoren entsteht damit eine Aktie, deren Kurs zunehmend von staatlicher Strategie statt von Marktrentabilität getragen wird.